Veränderungen der Sehstärke

Alterssichtigkeit, Kurz- und Weitsichtigkeit sind die häufigsten Gründe einer Sehminderung

Im Laufe des Lebens ändert sich häufig die Sehstärke. Meist liegt das an einer  Kurzsichtigkeit (Myopie), einer Weitsichtigkeit (Hyperopie), oder an einer Stabsichtigkeit (Astigmatismus). Ab der Mitte des Lebens benötigen die meisten Menschen eine Lesebrille, weil die Linse die Fähigkeit verliert, sich auf die Nähe einzustellen. Das nennt man Alterssichtigkeit (Presbyopie).

Die meisten Menschen haben eine Form dieser Fehlsichtigkeit. Leichte Fehlsichtigkeiten sind also die Norm und nicht die Ausnahme. Meist kann eine Fehlsichtigkeit mit einer Brille oder Kontaktlinsen sehr gut korrigiert werden.

Sehverschlechterungen, die nicht mit einer Brille verbessert werden können, haben manchmal andere medizinische Ursachen. In unseren Augenarztpraxen führen wir auf Wunsch eine umfassende Diagnostik durch, um im Anschluss die beste Behandlung der Sehstörung empfehlen zu können.

Fehlsichtigkeiten äußern sich dadurch, dass bestimmte Teilbereiche der Umgebung nicht mehr scharf gesehen werden können. Welche Bereiche der Umgebung das sind, ist abhängig von der Form der Fehlsichtigkeit und von ihrer Ausprägung.

  • Bei Kurzsichtigkeit sieht man Objekte in der Nähe besser und schärfer als Motive in der Ferne.
  • Bei Weitsichtigkeit sieht man Objekte in der Ferne besser und schärfer als in der Nähe.
  • Bei der Alterssichtigkeit wird typischerweise allmählich das Lesen schwieriger, man kann nicht mehr so gut auf Objekte nahe vor dem Auge fokussieren.
  • Bei der Stabsichtigkeit infolge einer Hornhautverkrümmung werden Objekte sowohl in der Nähe als auch in der Ferne nicht ganz scharf gesehen.

Normalerweise wird eine normale Fehlsichtigkeit bereits beim Optiker festgestellt und mit einer Brille ausreichend korrigiert. 

Sollte beim Optiker dennoch nicht die gewünschte Sehleistung erreicht werden, sind weiterführende Untersuchungen nötig, um die Veränderungen der Sehstärke und ihre Ursachen zu bestimmen.

Hierzu geben wir bei der Untersuchung pupillenerweiternde Augentropfen in das Auge. Dadurch können wir auch die Netzhaut, die Makula und den Sehnerv gut untersuchen und ausschließen, dass andere Ursachen für eine Sehverschlechterung verantwortlich sind. All diese Untersuchungen sind natürlich zu jedem Zeitpunkt absolut schmerzfrei.

Wir bieten umfassende Diagnosemöglichkeiten nach dem neuesten technischen Stand an. Einige dieser Untersuchungen werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wir beraten Sie dazu gerne.

Therapie: Wie wird eine Fehlsichtigkeit behandelt?

Foto einer Brille in den Händen einer Frau

Die einfachste und praktischste Lösung ist eine Brille mit individuell angepassten Sehstärke-Gläsern. Tagsüber eine große Hilfe, kann sie nachts einfach abgenommen werden. Auch bei kombinierten Fehlsichtigkeiten wie einer bestehenden Kurzsichtigkeit und einer neu auftretenden Altersweitsichtigkeit muss heute nicht mehr zwischen zwei Brillen hin- und hergewechselt werden (die Lösung: Gleitsichtbrille). Kontaktlinsen bieten gegenüber der Brille unter anderem den Vorteil, dass sie von anderen Menschen nicht oder kaum wahrgenommen werden.

Darüber hinaus besteht in der modernen Augenmedizin inzwischen die Möglichkeit, Fehlsichtigkeiten durch operative Eingriffe zu beheben oder zumindest zu verringern. Besteht ein großer Wunsch nach Brillenunabhängigkeit, so stehen verschiedene operative Verfahren zur Verfügung. Welche das sind und ob diese für Sie in Frage kommen, können wir nach individueller Diagnostik und Beratung mit Ihnen besprechen. Denn jede Operation birgt immer auch Risiken, die beachtet und eingeordnet werden müssen. Zudem dürfen diese Verfahren bei bestimmten Vorerkrankungen der Augen wie Störungen der Hornhaut, einem Glaukom oder einer Makulaerkrankung nicht durchgeführt werden.